Die kurze Antwort
Ein 2.000-Watt-Heizlüfter kostet 74 Cent pro Stunde, 2,96 € für einen 4-Stunden-Abend und rund 89 € im Monat, wenn er jeden Tag 4 Stunden läuft. Ein 1.000-Watt-Gerät kostet die Hälfte, ein 3.000-Watt-Gerät 1,11 € pro Stunde. Ölradiator, Heizlüfter, Keramikheizer, Konvektor und Infrarotpaneel kosten bei gleicher Leistung pro Stunde dasselbe – weniger wird es nur mit weniger Stunden auf kleinerer Stufe.
1.000 W, pro Stunde
2.000 W, pro Stunde
3.000 W, pro Stunde
2.000 W, 4-Stunden-Abend
Stromkosten nach Leistung
| Leistung | Pro Stunde | 4 Stunden | 8 Stunden | Pro Monat (4 h/Tag) |
|---|---|---|---|---|
| 500 W | 0,19 € | 0,74 € | 1,48 € | 22,20 € |
| 1.000 W | 0,37 € | 1,48 € | 2,96 € | 44,40 € |
| 1.500 W | 0,56 € | 2,22 € | 4,44 € | 66,60 € |
| 2.000 W | 0,74 € | 2,96 € | 5,92 € | 88,80 € |
| 2.500 W | 0,93 € | 3,70 € | 7,40 € | 111,00 € |
| 3.000 W | 1,11 € | 4,44 € | 8,88 € | 133,20 € |
Das sind Höchstwerte mit durchlaufendem Heizelement. Ein Gerät mit funktionierendem Thermostat läuft in einem aufgeheizten Raum nur 40–70 % der Zeit, die reale Rechnung liegt also darunter.
Elektroheizung gegen Gasheizung gegen Wärmepumpe
Gas kostet Haushalte 2026 etwa 11–13 ct/kWh, Strom 37 ct/kWh. Ein Brennwertkessel macht aus rund 90 % des Gases Wärme, eine Kilowattstunde Gaswärme kostet also etwa 13 Cent gegenüber 37 Cent aus jeder Elektroheizung – fast dreimal günstiger. Eine Wärmepumpe liefert etwa 3 kWh Wärme pro kWh Strom, ihre Wärme kostet damit rund 12 Cent pro kWh, auf Augenhöhe mit Gas.
Das Argument für die Elektroheizung ist deshalb nicht der Preis pro Kilowattstunde, sondern dass sie einen Raum statt der ganzen Wohnung heizt. Ein 1.500-Watt-Heizlüfter vier Stunden lang (2,22 €) ist oft günstiger, als die Zentralheizung für den Abend hochzudrehen.
Warum es keine „effizienten“ Elektroheizungen gibt – und was wirklich spart
Widerstandsheizung ist bereits zu 100 % effizient: Aller Strom wird zu Wärme. Ein 200-Euro-Gerät und ein 20-Euro-Gerät gleicher Leistung liefern dieselbe Wärme für dasselbe Geld. Der Unterschied liegt darin, wie gut sie aufhören: ein genaues elektronisches Thermostat, ein Eco-Modus, ein Timer und eine Fensteroffen-Erkennung senken die Minuten, in denen das Element läuft.
Ölradiatoren wirken sparsamer, weil das Öl nach dem Abschalten weiter strahlt und weil man sie lange auf kleiner Stufe laufen lässt. Heizlüfter wirken teuer, weil man sie meist auf Volllast stellt. Pro Kilowattstunde kosten beide dasselbe.
Am günstigsten: die Person wärmen, nicht den Raum
Eine Heizdecke zieht 60–150 Watt – 2 bis 6 Cent pro Stunde –, ein Wärmeunterbett meist 60 Watt. Wer still sitzt oder liegt, kommt damit zehnmal günstiger weg als mit jeder Raumheizung. Die Stromkosten einzelner Modelle zeigt unser Heizdecken-Ratgeber.
Welcher Strompreis hier steckt
Der BDEW weist für 2026 einen durchschnittlichen Haushaltsstrompreis von 37,0 ct/kWh aus (über alle Verträge, Stand April 2026; 2025 waren es 39,3 Cent). Neukunden zahlen 2026 oft 29–31 Cent, die Grundversorgung liegt bei rund 40 Cent. Der Netzentgeltzuschuss des Bundes senkt die Netzentgelte 2026 um etwa 1,3–2,4 ct/kWh, Versorger müssen ihn aber nicht weitergeben. Tragen Sie Ihren eigenen Arbeitspreis im Rechner ein – er steht auf der Jahresabrechnung.
Stromkosten der empfohlenen Geräte
| Produkt | pro Stunde | pro 4-Stunden-Abend | pro Monat |
|---|---|---|---|
| Dreo Heizlüfter 316 (1.500 W PTC-Keramik, 34 dB) | 55,5 ct | 2,22 € | 66,60 € |
| De'Longhi Radia S Ölradiator, 2.000 W, 9 Rippen (Räume bis 60 m³) | 74 ct | 2,96 € | 88,80 € |
| VonHaus Ölradiator 11 Rippen, 2.500 W, 24-h-Timer | 92,5 ct | 3,70 € | 111,00 € |
| Rowenta Intense Comfort SO9330 Keramikheizer, 2.000 W | 74 ct | 2,96 € | 88,80 € |
| Rowenta My Nomad Heater SO8231, 1.800 W, 42 dB(A) | 66,6 ct | 2,66 € | 79,92 € |
| Brandson Heizlüfter 2.000 W mit Fernbedienung und Oszillation | 74 ct | 2,96 € | 88,80 € |
| Amazon Basics Keramik-Standheizung, 1.800 W | 66,6 ct | 2,66 € | 79,92 € |
| De'Longhi Radia S EasyTronic Ölradiator, 2.500 W, 12 Rippen (bis 75 m³) | 92,5 ct | 3,70 € | 111,00 € |
| Dreo Ölradiator 2.000 W, 9 Rippen, Fernbedienung, 4 Modi | 74 ct | 2,96 € | 88,80 € |
| Pro Breeze Smart-Ölradiator 2.500 W, 11 Lamellen, App | 92,5 ct | 3,70 € | 111,00 € |
| Stiebel Eltron Standkonvektor, 2.000 W, TÜV-geprüft (ca. 25 m²) | 74 ct | 2,96 € | 88,80 € |
| De'Longhi Konvektor HCM2030, 2.000 W, 3 Stufen (bis 60 m³) | 74 ct | 2,96 € | 88,80 € |
Mit eigenen Zahlen rechnen
pro Stunde
pro Tag
pro Monat (30 Tage)
Zu den Heizlüfter-Empfehlungen →
Häufige Fragen
Ist Dauerbetrieb auf kleiner Stufe günstiger als kurzes Aufheizen auf Volllast?
Das hängt vom Raum ab. Auf kleiner Stufe bleiben Wände und Möbel warm, das Thermostat schaltet lange ab; in einem gut gedämmten Raum kann das weniger Strom brauchen als jeden Abend neu aufzuheizen. In einem zugigen Raum entweicht die Wärme so schnell, wie sie kommt, dann kostet Dauerbetrieb mehr. Rechnen Sie nach: 1.000 Watt zehn Stunden sind höchstens 3,70 €; 2.000 Watt zwei Stunden 1,48 €.
Was kostet ein Heizlüfter über Nacht?
1.000 Watt acht Stunden lang kosten 2,96 € bei 37 ct/kWh, 2.000 Watt 5,92 €. Fürs Schlafzimmer sind ein 600–750-Watt-Ölradiator mit Thermostat (1,78–2,22 € pro 8 Stunden Volllast, mit Thermostat weniger) oder ein Wärmeunterbett (rund 18 Cent pro Nacht) die bessere Wahl.
Sind Infrarotheizungen günstiger im Betrieb?
Pro Kilowattstunde nicht – ein 600-Watt-Infrarotpaneel kostet 22 Cent pro Stunde wie jede 600-Watt-Heizung. Sie können günstiger wirken, weil sie Personen und Flächen direkt erwärmen, man sich also bei niedrigerer Lufttemperatur wohlfühlt und weniger Watt braucht. Die Ersparnis kommt aus der kleineren Leistung, nicht aus der Technik.
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